Kleidung

Warum gehört eine gute Hardshelljacke zu den vielseitigsten Kleidungsstücken?

Für uns sind eine lange Lebensdauer und Vielseitigkeit das, was eine nachhaltige Outdoorjacke ausmacht. Nachhaltigkeit bedeutet für uns Qualität, und Menschen, die gern draußen sind, Qualität zu bieten, ist uns eine Herzensangelegenheit. Was meinen wir mit Nachhaltigkeit, und warum steht sie für uns für Qualität? Wir betrachten nachhaltige Qualität aus mehreren Blickwinkeln.

In diesem Blogbeitrag erklären wir genauer, wie wir über Hardshelljacken denken. Vor allem geht es darum, warum eine hochwertige Hardshelljacke so vielseitig einsetzbar ist: auf dem Weg zur Arbeit, draußen in der Natur und im Trubel der Stadt.

Darauf solltest du beim Kauf einer Hardshelljacke achten:

  • Einsatzzweck: Wandern, Outdoor-Aktivitäten, Skifahren oder Alltag in der Stadt?
  • Wasserdichtigkeit: Prüfe, ob die Wassersäule für deinen Einsatz ausreicht
  • Atmungsaktivität: Ausreichend hohe Atmungsaktivität und Belüftungsöffnungen
  • Membran: Gore-Tex, Pertex usw. 2-Lagen, 2,5-Lagen oder 3-Lagen?
  • Schnitt und Passform: Passt eine Wolljacke oder leichte Daunenjacke darunter?
  • Taschen und Details: Wasserdichte Reißverschlüsse, Kapuze, Kordelzüge usw.
  • Gewicht und Packmaß: Muss sie sich klein verstauen lassen? Praktisch auf Touren
  • Umweltaspekte: Recycelte Materialien – PFC- und PTFE-Materialien
  • Langlebigkeit: Der Preis hängt meist mit der Qualität zusammen. Eine hochwertige Jacke hält auch langer Nutzung stand
  • Preis und Garantie: Für den aktiven Einsatz lohnt sich eine hochwertige, robuste Jacke

Wer aktiv draußen unterwegs ist, lässt sich von schlechtem Wetter nicht ausbremsen. Im Schrank von Outdoorfans hängt deshalb auch Kleidung für Regentage. Die Wasserdichtigkeit von Jacken wird über die Wassersäule angegeben. Je höher der Wert, desto besser hält die Jacke Wasser ab.

Im Vergleich zur klassischen Regenjacke ist eine Hardshelljacke leichter und atmungsaktiver. Sie hat eine wasserdichte Membran mit mikroskopisch kleinen Poren. Wassertropfen von außen kommen nicht hindurch, Wasserdampf von innen kann dagegen entweichen.

Heute ist die Hardshelljacke die beliebteste Wahl als Regenjacke. Der häufigste Grund dafür ist ihre Vielseitigkeit.

Eine hochwertige Hardshelljacke passt zu vielen Outdoor-Aktivitäten

Eine Hardshelljacke ist auch eine gute Wahl, wenn du zu Fuß zur Arbeit oder zur Schule gehst. Das Zwiebelprinzip hält dich an kalten Morgen warm. Wird dir unterwegs zu warm, packst du die Jacke einfach in den Rucksack.

Jacken mit einer Wassersäule ab 5.000 mm gelten in der Regel als wasserdicht. Im Alltag reicht das meist, um dich auf kurzen Wegen im Regen trocken zu halten.

Das gilt genauso, wenn du mit dem Rad zur Arbeit oder zur Schule fährst. Mit einer wasserdichten Hose und passenden Schuhen macht Radfahren bei jedem Wetter Spaß. Beim Radfahren und bei schweißtreibendem Sport solltest du besonders auf die Atmungsaktivität der Jacke achten, denn je mehr du dich bewegst, desto mehr Wärme produziert dein Körper.

Wenn du häufiger und länger draußen unterwegs bist, empfehlen wir eine Hardshelljacke mit mindestens 10.000 – 15.000 mm Wassersäule. Damit bleibst du auch bei Regen und Schneeregen trocken. An den Schultergurten von Tages- oder Trekkingrucksack kann trotzdem Feuchtigkeit durchdringen.

Wenn du einen Tages- oder Trekkingrucksack trägst, empfehlen wir eine Wassersäule von über 20.000 mm, damit an stark belasteten Stellen keine Feuchtigkeit durchkommt. Auf Touren gehört die Hardshelljacke zur Grundausrüstung. Viele packen sie sicherheitshalber ein. So überrascht dich auch ein plötzlicher Schauer im Mittelgebirge oder in den Alpen nicht.

Die Hardshelljacke ist das Fundament des Zwiebelprinzips. Als äußerste Schicht hält sie Wasser ab, ist winddicht und hält dich warm. Kombinierst du sie mit einer klein verpackbaren Isolationsjacke, ist das Verhältnis von Gewicht zu Packvolumen kaum zu schlagen. Mit dieser Kombination bleibst du auch bei richtig schlechtem Wetter trocken und warm. Unter die Hardshelljacke ziehst du also eine leichte Isolationsjacke oder eine leichte Daunenjacke als Mittelschicht. Wichtig dabei: Die Hardshelljacke sollte nicht zu eng sitzen. Sonst drückt sie die Isolierung zusammen und die Kombination wärmt deutlich schlechter.

Hardshelljacken werden durch unterschiedliche Membranen wasserdicht. Zu den bekanntesten gehören Gore-Tex und Pertex. Einige Hersteller haben außerdem eigene Membrantechnologien. Inzwischen gibt es auch Membranen ohne PTFE. Achte zusätzlich darauf, dass für die Imprägnierung des Oberstoffs keine PFC verwendet wurden.

Ist die Membran zwischen Innen- und Außenmaterial zu einem Verbund laminiert, spricht man von einer 3-Lagen-Jacke (3L). 3-Lagen-Jacken sind robuster und abriebfester als 2-Lagen-Jacken und eignen sich deshalb für anspruchsvollere Einsätze.

Hat die Jacke ein separates Netz- oder Stofffutter, spricht man von einer 2-Lagen-Jacke (2L). Sie fühlt sich weicher und angenehmer an als eine 3-Lagen-Jacke. Außerdem ist sie etwas wärmer, auch wenn das nicht die eigentliche Aufgabe einer Hardshelljacke ist.

Es gibt auch 2,5-Lagen-Jacken (2,5L). Bei ihnen ist die Membran auf den Oberstoff laminiert und innen durch eine Beschichtung geschützt. Gegenüber 3-Lagen-Jacken sind sie leichter und lassen sich kleiner verpacken, dafür sind sie weniger abriebfest.

Eine hochwertige Hardshelljacke ist langlebig

Unter nachhaltiger Qualität verstehen wir nicht nur nachhaltige Produktionsweisen, sondern auch eine lange Lebensdauer. Hält ein hochwertiges Produkt lange, gleicht das auf Dauer auch den höheren Kaufpreis aus.

Ärgerlich wird es, wenn ein Produkt mitten im Einsatz kaputtgeht. Stell dir vor, du bist auf einer mehrtägigen Wanderung und deine Hardshelljacke reißt, der Reißverschluss gibt auf oder die Membran versagt. Eine lange Lebensdauer ist nachhaltige Qualität in ihrer besten Form: Die Jacke hält Jahr für Jahr und findet später vielleicht noch eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer.

Pflegehinweise für Hardshelljacken

Eine gut gepflegte, hochwertige Hardshelljacke begleitet dich lange. Prüfe immer die Pflege- und Waschhinweise des Herstellers. Hier findest du die allgemeinen Grundregeln.

Die Außenseite einer Hardshelljacke ist imprägniert, sodass Wasser im Neuzustand gut abperlt. Durch Gebrauch und Waschen nutzt sich die Imprägnierung mit der Zeit jedoch ab. Erneuere die Imprägnierung deshalb regelmäßig, zum Beispiel mit dem Nikwax TX.Direct Spray-On. Danach muss die Imprägnierung mit Wärme reaktiviert werden, etwa im Wäschetrockner, mit dem Bügeleisen auf niedriger Stufe oder mit der Restwärme einer Sauna.

Wasche deine Hardshelljacke außerdem regelmäßig. Die mikroskopisch kleinen Poren der Membran setzen sich leicht mit Schmutz und Hautfett zu, und dann leidet die Atmungsaktivität. Verwende Flüssigwaschmittel ohne Bleichmittel. Nikwax bietet zum Beispiel ein speziell dafür entwickeltes Waschmittel.

Komm gern in unsere Filialen und probiere mit Unterstützung unserer Outdoor-Expertinnen und -Experten die Hardshelljacke an, die zu dir passt. Tipps bekommst du auch online, zum Beispiel im Chat unseres Onlineshops!

Mehr dazu:

Hardshell-Bekleidung waschen und pflegen

Gore-Tex-Ratgeber

Ratgeber zum Zwiebelprinzip