Wintersport

Wie findest du die passenden Ski, Schuhe und Stöcke für den klassischen Langlaufstil?

Wenn es kälter wird und der Winter näher rückt, ist ein guter Zeitpunkt, deine alte Langlaufausrüstung zu überprüfen und vielleicht etwas Neues anzuschaffen. Gerade bei der Ausrüstung für den klassischen Stil hat sich in den letzten Jahren viel getan. Gemeinsam mit den Ski-Experten aus unserer Filiale in Kuninkoja haben wir in diesem Ratgeber zusammengestellt, worauf du beim Kauf von Klassik-Ausrüstung achten solltest.

10 Tipps für den Kauf von Klassik-Langlaufausrüstung

  • Wähle den richtigen Skityp für den klassischen Stil
    Klassikski unterscheiden sich von Skatingski: Sie haben eine Steigzone, die dir den Abstoß ermöglicht.
  • Die Skilänge richtet sich nach Gewicht und Können
    Die Länge beeinflusst, wie sich dein Gewicht verteilt und wie gut der Grip funktioniert. Die passende Länge findest du in den Größentabellen der Hersteller.
  • Wähle die passende Skispannung
    Die Spannung des Skis bestimmt den Grip: Ein zu weicher Ski gleitet nicht, ein zu harter findet keinen Halt.
  • Die Passform des Schuhs ist entscheidend
    Der Schuh sollte gut am Fuß sitzen, ohne zu drücken. So hast du ein besseres Gefühl für den Ski und weniger Beschwerden.
  • Die Stocklänge richtet sich nach der klassischen Technik
    Klassikstöcke sind kürzer als Skatingstöcke. Als Faustregel gilt: Körpergröße × 0,83–0,85.
  • Der Stock macht einen Unterschied
    Carbonstöcke sind leichter und steifer. Das verbessert die Kraftübertragung und das Laufgefühl, vor allem auf längeren Runden.
  • Probiere aus und lass dich beraten
    Wenn möglich, probiere Schuhe und Stöcke im Geschäft an oder frag beim Personal nach. Die richtige Passform und Länge findest du meist am besten durch Ausprobieren.

Pekka ist einer der Langlauf-Experten in unserer Filiale in Kuninkoja.

Welche Skitypen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Vom „Sonntagsläufer“ bis zum Wettkampfathleten gibt es für jedes Niveau passende Modelle – egal ob klassische Wachsski oder Nowax-Ski. Freizeitski sind in Material und Konstruktion etwas gutmütiger, sodass auch Einsteiger leicht Grip finden. Je hochwertiger der Ski, desto mehr verändert sich der Aufbau: Statt Holzkern kommt ein leichter, torsionssteifer Wabenkern zum Einsatz, und bessere Belagmaterialien sorgen für mehr Gleiten.

In den letzten Jahren sind neue Nowax-Ski auf den Markt gekommen, die das Laufen und die Skipflege deutlich vereinfachen. Klassische Wachsski sind deshalb aber nicht verschwunden. Bei jeder Schneebedingung sind sie oft die beste Wahl – vorausgesetzt, das Wachsen gelingt.

Verschiedene Nowax-Ski kommen den Wachsski inzwischen aber schon sehr nahe. Besonders beliebt sind in den letzten Jahren Skin-Ski geworden – und das aus gutem Grund: Steig- und Gleiteigenschaften sind fast so gut wie bei einem gewachsten Ski, der Aufwand für Wachsen und Pflege ist aber deutlich geringer. Die Gleitzonen werden wie bei normalen Ski gewachst, das Steigwachs ersetzen dagegen in den Ski eingesetzte Steigfelle. Die Felle nutzen sich mit der Zeit ab, lassen sich aber bei allen Herstellern einfach austauschen.

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit dieser Ski ist das breite Einsatzspektrum. In der Praxis funktionieren sie bei fast allen Bedingungen – außer auf vereister Loipe. Mit verschiebbaren Bindungen kannst du den Ski außerdem an die jeweiligen Verhältnisse anpassen. Die Bindungen werden auf Montageplatten am Ski befestigt, sodass nicht gebohrt werden muss. Je nach Bindung löst du die Verriegelung mit oder ohne Werkzeug und schiebst die Bindung nach vorne oder hinten. Weiter vorne bringt mehr Grip, weiter hinten mehr Gleiten.

Ebenfalls sehr pflegeleicht sind sogenannte Nano-Ski, die komplett ohne Wachs auskommen. Ihr Belag ist auf ganzer Länge mit einer Beschichtung versehen, die für Grip und Gleiten sorgt. Sie eignen sich gut für Gelegenheitsläufer, denen vor allem wenig Pflegeaufwand wichtig ist. Das Einsatzspektrum ist allerdings nicht ganz so breit wie bei Skin-Ski: Nano-Ski funktionieren umso besser, je feuchter der Schnee ist. Ihr Vorteil: Sie sind weniger empfindlich gegenüber dem Gewicht des Läufers, da es keine separate Steigzone gibt.

Wie wähle ich Klassikski aus?

Klassikski sollten etwa 15–25 cm länger sein als du selbst. Kürzere Ski sind wendiger, längere laufen spurstabiler. Die Spannung sollte zu deinem Gewicht passen – nur dann stimmen Grip und Gleiten. Ein zu weicher Ski gleitet nicht, weil Steigwachs oder Steigfell ständig auf der Loipe schleift. Einen zu harten Ski bekommst du dagegen beim Abstoß nicht auf den Schnee gedrückt, und es entsteht kein Grip. Bei uns prüfen Experten die Spannung jedes Skipaars, unter anderem mit Spannungsmessgeräten und dem Brett-Test, damit du Ski bekommst, die zu deinen Anforderungen passen.

Bevor du dir Klassikski kaufst, lohnt es sich, über ein paar Dinge nachzudenken: Wie viel Langlauferfahrung hast du, wie viele Kilometer planst du, unter welchen Bedingungen bist du meistens unterwegs und wie nutzt du die Ski hauptsächlich – für entspannte Runden auf der Loipe oder für gezieltes Training auf Volksläufe hin?

Wenn du in letzter Zeit selten auf Ski standest oder gerade erst einsteigst, sollten deine Ski leicht zu laufen und gutmütig sein. Dazu gehören aus der Kollektion 2025 zum Beispiel: Fischer Twin Skin RC oder das Damenmodell Atomic Women’s Pro C3 Skintec und das Herrenmodell Atomic Pro C3 Skintec.

Fitnessläufer, aktive Langläufer oder alle mit solider Langlauferfahrung können zu etwas sportlicheren Ski greifen, die schon etwas mehr Technik und Kondition verlangen. Diese Ski gleiten besser und reagieren „feinfühliger“ – sie beschleunigen nach dem Abstoß also stärker ins Gleiten. Ambitionierte Läufer und Wettkämpfer können zu Rennski greifen, die gute Technik und sicheres Können voraussetzen, etwa Rossignol R-Skin RS 25/26 +side, Rossignol X-ium Premium Double Poling+side und Fischer Speedmax 100 Double Poling Sprint Plus 25/26.

Worauf solltest du bei der Wahl der Langlaufschuhe achten?

Das wichtigste Kriterium bei Klassikschuhen sind Leisten und die richtige Größe. Der Schuh sollte gut sitzen, und vor den Zehen sollte etwa ein Zentimeter Platz bleiben, damit sich die Zehen bewegen können. Ein zu kleiner Schuh wird bei strengem Frost kalt, mit einem zu großen Schuh bekommst du den Ski nur schwer zum Greifen.

Klassikschuhe gibt es für zwei Bindungssysteme: SNS und NNN. Letzteres gibt es auch unter zwei weiteren Namen, nämlich Prolink und Turnamic. Gerade bei Skin-Ski solltest du einen Schuh mit NNN-Sohle wählen, da diese Bindungen verschiebbar sind. Inzwischen kommen alle neuen Ski und Schuhe mit NNN-System, SNS wird nicht mehr hergestellt.

Links ein straffer sitzender Schuh für aktive Läufer und Wettkampf, rechts ein Freizeitschuh mit weichem Innenfutter.

Freizeitschuhe haben meist ein warmes, weiches Innenfutter, einen weiteren Leisten und mehr Halt am Knöchel – wie dieser Salomon RC8 Prolink.

Schuhe für aktive Läufer und Wettkämpfer sind dagegen enger und präziser geschnitten, bieten weniger Stütze am Knöchel und haben eine flexiblere Sohle. So bekommst du ein besseres Gefühl für den Ski und findest leichter Grip. Beispiele dafür sind der Rossignol X-9 Classic Boots 25/26 oder der Salomon S/Race Classic 25/26. Dafür sind Rennschuhe nicht so bequem und warm wie Freizeitmodelle.

Wenn du einen Top-Schuh suchst, findest du bei uns den Salomon S/Lab Classic Boa 25/26 mit Boa-Verschluss.

Wie unterscheiden sich Langlaufstöcke?

Stöcke werden heute aus Glas- und Carbonfasern gefertigt. Carbon macht den Stock leichter, dadurch sitzt unten weniger Schwunggewicht und der Stock pendelt besser nach vorne. Carbonstöcke sind außerdem steifer: Sie biegen sich beim Abstoß nicht durch, und die ganze Kraft geht in den Schnee. Wichtig ist auch, dass Griff und Schlaufe gut in der Hand sitzen.

Als Freizeitläufer musst du aber nicht gleich die teuersten Rennstöcke kaufen. Der One Way Storm 6 Dark zum Beispiel verbindet die Leichtigkeit von Carbon mit der Schlagfestigkeit von Glasfaser. Aktive Läufer und Wettkämpfer greifen besser zu einem Vollcarbonstock wie dem One Way Storm 2 oder dem Start Race (Ultra).

Die Länge eines Klassikstocks berechnest du so: Körpergröße x 0,83–0,85. Ein kürzerer Stock ist im Diagonalschritt und bergauf einfacher, ein längerer eignet sich besser für flaches Gelände und den Doppelstockschub. Wenn du zwischen zwei Längen liegst, nimm lieber den längeren Stock – kürzen lässt er sich immer.

Hier findest du Tipps zum Kauf von Skatingski und -ausrüstung. Hier findest du eine einfache Anleitung zum Wachsen deiner Ski.

Hier findest du alle klassischen Ski, Schuhe und Stöcke