Wie wählst du die richtigen Skating-Ski, -Schuhe und -Stöcke?
Auch wenn das Skating in den letzten Jahren keinen so großen Umbruch erlebt hat wie der klassische Stil, ist es für viele genau die richtige Art, sich auf der Loipe zu bewegen, und vielleicht auch ein leichterer Einstieg in die Sportart. Gemeinsam mit den Ski-Expertinnen und -Experten aus unserer Filiale in Kuninkoja haben wir unten einige Punkte zusammengestellt, die du beim Kauf deiner Skating-Ausrüstung beachten solltest.
10 Tipps für den Ausrüstungskauf
- Wähle den richtigen Skityp
Skatingski unterscheiden sich von Klassikski: Um den Haftbereich musst du dich nicht kümmern. Stattdessen bestimmen Gewicht, Steifigkeit und Material, wie gut der Ski gleitet und wie spurstabil er läuft. Wähle das Modell nach deinem Können und deinen Zielen. - Die Skilänge ist wichtig
Skatingski sind in der Regel etwa 5–15 cm länger als deine Körpergröße. Längere Ski gleiten stabiler, kürzere lassen sich leichter kontrollieren. - Die Steifigkeit bestimmt das Laufverhalten
Die Steifigkeit ist oft ein wichtigeres Auswahlkriterium als die Länge: Ein zu weicher Ski hält die Richtung nicht, ein zu harter ist schwer zu kontrollieren. - Berücksichtige dein Niveau und deinen Einsatzzweck
Als Einsteiger kannst du mit günstigeren und etwas weicheren Ski beginnen. Erfahrenere Läufer profitieren von steiferer und leichterer Ausrüstung. - Wähle Schuhe mit guter Knöchelstütze
Beim Skatingschuh sind eine gute Knöchelstütze und eine steife Sohle wichtig, denn die Bewegung ist dynamisch und kraftvoll. - Die Passform des Schuhs entscheidet
Der Schuh sollte fest am Fuß sitzen. Zu weite Schuhe kosten Kontrolle, zu enge sind unbequem und können Scheuerstellen verursachen. - Die Stocklänge richtet sich nach dir
Skatingstöcke sind länger als Stöcke für die klassische Technik. Die Länge wird meist nach deiner Körpergröße bestimmt (etwa Körpergröße × 0,9). - Beim Stock zählt das Material
Carbon macht den Stock leichter und steifer. So wird die Kraft besser übertragen, und der Stock biegt sich beim Abstoß weniger durch. - Teste die Ausrüstung, wenn möglich
Wir empfehlen, Ski und Schuhe im Geschäft anzuprobieren oder dich von Fachleuten beraten zu lassen. Die richtige Länge und Steifigkeit findest du meist am zuverlässigsten durch eine Messung. - Triff eine überlegte Wahl
Günstigere Ausrüstung im Freizeitbereich funktioniert für Einsteiger gut. Ein etwas hochwertigeres Set kann das Skaten auf lange Sicht aber deutlich angenehmer und effizienter machen.

Pekka ist einer der Langlauf-Experten in unserer Filiale in Kuninkoja.
Allgemeines zum Skating und zur Ausrüstung
Wie bei Klassikski gibt es auch hier für jede Nutzergruppe passende Modelle. Die Unterschiede sind allerdings geringer, weil du dich beim Skatingski nicht um den Haftbereich kümmern musst. Die größten Unterschiede liegen daher im Skikern, in den Materialien und im Belag. Günstigere Freizeitski verwenden weichere und nachgiebigere Materialien. Sie tragen das Gewicht des Läufers weniger gut und geben beim Abstoß etwas nach, sodass der Ski nicht so reagiert, wie er soll. Aus diesen Gründen eignen sich Freizeitski meist besser für leichtere Läufer.

Bei Ski für ambitionierte Läufer und bei Rennski werden Materialien und Kerne leichter, gleichzeitig aber steifer und robuster. Auch die Beläge nehmen Wachs besser auf. Dadurch werden die Ski leichter, torsionssteifer und gleitfähiger und halten Gewicht und Abstoß des Läufers besser stand. In der Praxis laufen sie sich so in der Ebene und am Anstieg leichter, und in der Gleitphase sind sie schneller. Dank dieser Materialien gibt es in diesen Kategorien auch mehr Auswahl für schwerere Läufer.
Worauf solltest du bei der Wahl von Skatingski achten?
Skatingski sind etwa 5–15 cm länger als deine Körpergröße. Wie beim Klassikski bringen längere Ski mehr Spurstabilität, kürzere sind wendiger und leichter zu kontrollieren. Große Läufer haben etwas weniger Auswahl, da die Skilängen meist bei 195 cm enden. Das ist aber kein Grund zur Sorge: Für jeden Läufer gibt es passende Ski, auch wenn sie etwas kürzer als die Richtwertlänge ausfallen.

Auch beim Skatingski ist die Steifigkeit ein wichtigeres Kriterium als die Länge. Ist der Ski zu weich, liegt er nicht ruhig unter dir, vor allem auf harter Unterlage, und läuft nicht in die gewünschte Richtung. Ist er dagegen zu steif, fällt es gerade Freizeitläufern oder weniger Geübten schwer, ihn beim Abstoß zu kontrollieren. Einen zu steifen Ski musst du ständig stark belasten, und dabei gehen Lockerheit und Leichtigkeit verloren. Ein steiferer Ski lässt sich auf harter Unterlage durchaus zum Laufen bringen, das verlangt aber gutes Können und eine saubere Technik.

Bei uns prüfen Fachleute die Steifigkeit jedes Skipaars, unter anderem mit Steifigkeitsmessgeräten und dem Brett-Test. So findest du sicher die Ski, die zu deinen Wünschen passen.
Anders als beim Klassikski kannst und solltest du Skatingski ruhig eine Kategorie über deinem aktuellen Können wählen. Gelegenheitsläufer können auch mit günstigerer Ausrüstung starten, etwa mit diesem Rossignol Delta Sport Skate – eine Stufe teurere Ski gleiten aber oft besser und laufen sich leichter. Damit fallen dir das Skaten und das Techniktraining leichter.
Gute Ski für Fitnessläufer und ambitionierte Läufer aus der Kollektion 2025 sind zum Beispiel: Rossignol X-ium Race Skate und Salomon S/Race Skate 24/25, der schon sehr nah an einem Rennski ist. Wenn du einen Rennski suchst, findest du in unserem Sortiment den Fischer Speedmax 3D Skate sowie den Rossignol X-Ium Skating Premium+ +side 24/25.
Wie wähle ich die passenden Schuhe?
Beim Skatingschuh kommt es auf etwas andere Dinge an als beim Klassikschuh. Das wichtigste Kriterium bleiben Passform und ein Leisten, der zu deinem Fuß passt. Größenmäßig dürfen Skatingschuhe aber recht knapp sitzen; zusätzlichen Platz brauchst du darin kaum.

Vorne siehst du einen stabileren Skatingschuh, dahinter einen Klassikschuh.
Wichtige Eigenschaften eines Skatingschuhs sind eine steife Sohle und eine gute Knöchelstütze. Günstigere Modelle setzen mehr auf Kunststoff. Sohle und Knöchelstütze sind dann nachgiebiger und bequemer, stützen aber weniger gut. Schuhe für ambitionierte Läufer und Rennschuhe verwenden Carbon: Die Sohle ist mit einer Carbonplatte versteift, die Knöchelstütze aus Carbon gegossen. Bei den Top-Rennschuhen bestehen Sohle, Fersenschale und Knöchelstütze aus einem einzigen Carbonguss, was maximalen Halt bringt. Wie bei Klassikschuhen gilt aber auch hier: Diese Rennschuhe sind weniger bequem und weniger warm.

Ein guter Schuh für Freizeitläufer ist zum Beispiel der Rossignol Prolink. Für ambitionierte Läufer eignen sich etwa der Rossignol X-ium WCS Skate und der Salomon S/Race Skate Boa. Wenn du einen kompromisslosen Rennschuh suchst, lohnt sich ein Blick auf den Salomon S/Lab Skate Boa.
Welche Stöcke passen zu mir?
Stöcke werden heute aus Glasfaser und Carbon gefertigt. Carbon macht den Stock leichter, sodass am unteren Ende weniger Pendelgewicht sitzt und der Stock besser schwingt. Carbonstöcke sind außerdem steifer: Sie biegen sich beim Abstoß nicht durch, und die ganze Kraft geht in den Schnee. Wichtig ist auch, dass Griff und Schlaufe gut in der Hand sitzen.

Skatingstöcke sind länger als Klassikstöcke. Ihre Länge berechnest du so: Körpergröße × 0,9. Weil sie länger sind, spielt das Material – vor allem Carbon – bei Skatingstöcken eine noch größere Rolle, denn lange Stöcke aus günstigeren Materialien biegen sich leichter durch.
Wenn du eher wenige Kilometer läufst und nicht auf Tempo aus bist, ist der One Way Storm 6 Dark eine solide Wahl für Gelegenheitsläufer. Auch als Freizeitläufer solltest du unbedingt einen Vollcarbonstock in Betracht ziehen, zum Beispiel den One Way Storm 2. Wenn du zielgerichtet trainierst oder viel läufst, greif zum Start Race Ultra, der maximale Leichtigkeit, Steifigkeit und gutes Schwungverhalten vereint.
Hier findest du Tipps zum Kauf von Klassikski und passender Ausrüstung. Hier erfährst du, wie du deine Ski ganz einfach wachst.
Hier findest du alle Skatingski, Schuhe und Stöcke.