Ratgeber zum Kauf von Hardshellhosen
Regen macht draußen Spaß, wenn die Kleidung stimmt. Der Herbst ist eine gute Zeit zum Wandern und für Touren draußen: Die Natur steckt voller Farben und Düfte. Die Hitze ist vorbei, und du kannst wieder mehr Schichten tragen.
TOP 5 Tipps für den Kauf von Hardshellhosen
- Wähle den passenden Aufbau (2-, 2,5- oder 3-Lagen):
2-Lagen ist bequem und vielseitig, 2,5-Lagen leicht und klein verpackbar, 3-Lagen am robustesten für anspruchsvolle Einsätze. - Prüfe die Wassersäule:
Je höher der mm-Wert, desto wasserdichter die Hose. Ab 20.000 mm bist du auch im Sitzen oder bei Druckbelastung gut geschützt. - Achte auf die Beinreißverschlüsse:
Durchgehende Reißverschlüsse erleichtern das Anziehen mit Schuhen, bei kürzeren musst du die Schuhe eventuell ausziehen. - Wähle nach Einsatzzweck:
Zum Wandern ein leichtes, packbares Modell, zum Radfahren einen robusteren Stoff, für den Alltag draußen eine bequeme 2-Lagen-Konstruktion. - Denk an die Strapazierfähigkeit bei aktiver Nutzung:
Beim Radfahren zum Beispiel muss die Hose vor allem im Schritt einiges an Abrieb aushalten.

Bei leichtem Regen reicht meist eine wasserabweisende Wanderjacke oder eine vielseitigere, wasserdichte Hardshelljacke. Hardshellhosen brauchst du, wenn es so stark regnet, dass das Wasser in Strömen von der Jacke auf die Hose läuft. Dann ist die Hose schnell durchnässt – und nasse Hosen fühlen sich richtig kalt an.
Der Aufbau von Hardshellhosen
Der Begriff Hardshellhose bedeutet, dass die Hose eine wasserdichte Außenschicht hat. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Gore-Tex-Materialien (GTX), DrymaxX, Texapore, Omni-Tech und Musto BR2. Es gibt drei verschiedene Konstruktionen:
2-Lagen-Konstruktion
Der Oberstoff ist wasserdicht, innen sitzt ein leichtes Netzfutter. Dank des Netzfutters tragen sich diese Hosen auch direkt auf der Haut angenehm. Die Konstruktion macht die Hose etwas schwerer, aber auch robust. Bequeme Hardshellhosen für vielseitige Einsätze.
Hier findest du alle unsere 2-Lagen-Hardshellhosen.
Eine Auswahl unserer 2-Lagen-Hardshellhosen:
Haglöfs Astral GTX Pant-Serie
Halti Fort Pant (auch in Plus-Größen)
2,5-Lagen-Konstruktion
Oberstoff und Membran sind miteinander laminiert, auf der Innenseite der Membran ist ein extrem leichter Futterdruck aufgebracht. Diese Konstruktion ist sehr leicht, auf der Haut aber nicht unbedingt so angenehm wie eine 2-Lagen-Konstruktion. Praktisch auf Trekkingtouren, bei denen du Gewicht sparen willst.
Hier findest du alle unsere 2,5-Lagen-Hardshellhosen.
Beispiele für unsere 2,5-Lagen-Hardshellhosen:
Haglöfs L.I.M Pant-Serie
3-Lagen-Konstruktion
Alle drei Lagen (Oberstoff, Membran und Innenstoff) sind zu einem einzigen Material laminiert. Das ist die robusteste Variante, kann sich aber etwas steifer tragen als 2-Lagen-Material. Geeignet für anspruchsvolle Einsätze.
Hier findest du alle unsere 3-Lagen-Hardshellhosen.
Unsere 3-Lagen-Hosen:
The North Face Summit Chamlang Futurelight Pant
Fjällräven Keb Eco Shell Trousers
Haglöfs L.I.M ZT Shell GTX Pro Pants
Beinreißverschlüsse an Hardshellhosen
Hardshellhosen haben oft Reißverschlüsse an den Beinen, die das Anziehen erleichtern. Der Reißverschluss kann durchgehend, 3/4-lang oder wadenlang sein.

Im Bild von links nach rechts: Haglöfs L.I.M Pants, Rab Firewall Pants und Endura Gridlock II Trousers.
Mit einem durchgehenden Beinreißverschluss ziehst du die Hose bei einsetzendem Regen einfach über die Wanderhose – mit den Schuhen an den Füßen. Mit einem 3/4-langen Reißverschluss klappt das auch, allerdings ist die Hose am Oberschenkel etwas enger, und der nasse Schuh kann beim Anziehen leicht am Stoff reiben. Bei einem wadenlangen Reißverschluss ist die Öffnung oft zu eng, um den Schuh durchzuschieben, vor allem auf Kniehöhe wird es knapp. Dann musst du die Schuhe zum Anziehen ausziehen.
Ein Risiko beim Reißverschluss: Er kann undicht werden. Außerdem ist er ein weiteres Teil, das kaputtgehen kann – mit der Zeit kann er verschleißen oder beschädigt werden, und er bringt etwas zusätzliches Gewicht mit.
Wassersäule
Die Wassersäule gibt an, wie wasserdicht ein Material ist. Der Wert wird in Millimetern angegeben: Je höher er ist, desto besser hält die Hose dicht. Bei Hosen gelten 10.000 mm schon als gut wasserdicht, im Sitzen kann aber trotzdem Feuchtigkeit durchdringen, weil am Gesäß mehr Druck auf den Stoff wirkt. Damit die Hose auch im Sitzen komplett dicht bleibt, brauchst du in der Regel eine Wassersäule von 20.000 mm oder mehr.
Die richtige Hardshellhose finden
Überleg dir vor dem Kauf, wofür du die Hose nutzen willst. Je nach Aktivität sind unterschiedliche Eigenschaften gefragt.

In der Eigenkollektion von Scandinavian Outdoor findest du außerdem die gemeinsam mit Sasta entwickelte Hardshellhose Aura+ W GTX Pants mit der weiter geschnittenen +-Passform von Sasta.
Beim Radfahren brauchst du einen robusten Stoff, damit die Hose im Schritt nicht durchscheuert. Nutzt du die Hose zum Beispiel auf dem Arbeitsweg, spielt das Gewicht meist keine große Rolle. Dann ist eine 3-Lagen-Hose eine gute Wahl, die in jeder Sportart funktioniert – oder als günstigere Lösung die solide, fahrradtaugliche Gridlock-Hose von Endura.
Zum Wandern eignen sich viele unserer Hardshellhosen. Wenn du die Hose aber nur für den Fall der Fälle im Rucksack mitträgst, solltest du auf Gewicht und Packmaß achten. Dann sind 2,5-Lagen-Hosen eine gute Wahl. Für Spaziergänge oder Tagestouren tragen sich 2-Lagen-Hardshellhosen angenehmer, und du kannst sie direkt auf der Haut tragen.
Fürs Segeln findest du in unserem Sortiment unter anderem die bewährten Hardshellhosen von Musto.
Hier findest du unser komplettes Sortiment an Hardshellhosen. Du kannst die Hosen auch gern in unserem Geschäft anprobieren.