Tourentipp im Oktober — die richtige Ausrüstung für den Abend am Lagerfeuer
Im Oktober werden die Tage rasant kürzer. Die Dunkelheit mag manchen bedrücken, doch du kannst ihr auch etwas Gutes abgewinnen. Nach dem langen, hellen Sommer haben dunkle Abende etwas Spannendes und Romantisches.

Was gibt es Gemütlicheres, als den Abend am Lagerfeuer zu verbringen? In vielen Wäldern und Naturparks findest du Schutzhütten mit Feuerstelle, an denen du ein Feuer machen kannst. Denk aber immer daran: Öffentliche Schutzhütten sind für alle da und dürfen nicht für die eigene Gruppe beschlagnahmt werden. Rechne damit, dass noch jemand vorbeikommt, und mach dann Platz. Du kannst auch ihnen etwas von deinem Essen anbieten – und verbringst den Abend in Gesellschaft neuer Gleichgesinnter.
10 AUSRÜSTUNGSTIPPS FÜR DEN ABEND AM FEUER

Ein Rentierfell ist eine stimmungsvolle Sitzunterlage, vielseitiger ist aber ein Sitzkissen aus Schaumstoff.
Sitzkissen
Die Sitzbänke in der Hütte sind oft nass, und der Abend kann lang werden, wenn du dich nicht richtig hinsetzen kannst. Ein Sitzkissen ist außerdem weicher und wärmer.

Geschirr im Bushcraft-Stil
Geschirr im Bushcraft-Stil sorgt für viel Atmosphäre am Abend. Die Becher und Schalen von Kupilka zum Beispiel sind auch fürs Auge schön. Es gibt sie in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Gravuren. Sie stecken Stöße gut weg, halten lange und dürfen zu Hause in die Spülmaschine.

Puukko und/oder Kochmesser
Ein Puukko brauchst du meist zum Schnitzen von Feathersticks und zum Spalten von kleinem Brennholz. Damit öffnest du auch Plastikverpackungen und schneidest die Zutaten fürs Essen. Wenn du beim Kochen richtig loslegen willst, nimm zusätzlich ein Outdoor-Kochmesser mit. Und vergiss das Schneidebrett nicht.

Auf dem Flohmarkt findest du schon für ein paar Euro eine alte Axt, aus der mit etwas Aufarbeitung ein schönes Beil für unterwegs wird.
Outdoor-Beil
Eine Axt ist an der Hütte kein Muss, denn meist liegt dort schon ein Werkzeug zum Holzspalten bereit oder das Holz ist bereits gespalten. Wenn du aber ein gutes Beil besitzt, willst du es in der Regel dabeihaben. Die Äxte an den Hütten sind nämlich meist ziemlich stumpf.

Feuerstahl
Ein schöner Start in den Abend: das Feuer mit einem Feuerstahl entzünden. Du kannst ganz klassisch Schlagstahl und Feuerstein verwenden oder einen modernen Ferrocerium-Stab, der ebenfalls Feuerstahl genannt wird. Diese Fertigkeit lohnt sich. Am besten lernst du sie, wenn du jedes Feuer damit anzündest. Bist du mit einer Gruppe unterwegs, zeig es jemandem, der es noch nicht kann.

Häng Messer und Handschuhe mit einem Karabiner an den Gürtel oder die Gürtelschlaufe. So gehen die Handschuhe nicht verloren, und du bekommst das Messer an den Gürtel und wieder ab, ohne den Gürtel öffnen zu müssen.
Feuerhandschuhe
Wer am Feuer hantiert, muss oft heiße oder rußige Dinge anfassen. Dann sind gute Feuerhandschuhe wirklich praktisch. Mit robusten Lederhandschuhen packst du die heiße Pfanne, ziehst den Topf zur Seite oder verstellst die Höhe des Grillrosts.

Nimm einen Gurt oder Ähnliches mit, um den Wasserkanister aufzuhängen. So kommst du ganz bequem ans Wasser.
Wasserkanister
Meist brauchst du ziemlich viel Wasser – vor allem, wenn du kochst und abwäschst. Auch selbst solltest du im Laufe des Abends genug trinken. Mit einem Wasserkanister transportierst du viel Wasser auf einmal, und er lässt sich leichter im Rucksack oder Trekkingrucksack verstauen.

Gusseiserne Pfanne
Wenn du etwas brätst, bekommst du mit einer gusseisernen Pfanne die beste Kruste. Sie sind schwer zu tragen, aber beim Essen wirst du dir dankbar sein.

Stirnlampe
Ohne Stirnlampe kommst du im Dunkeln kaum zurecht. Jeder sollte seine eigene dabeihaben. An der Hütte brauchst du nicht unbedingt viel Leuchtkraft – eine Stirnlampe mit breitem Lichtkegel und gedimmtem Licht reicht. Führt ein dunkler Pfad zur Hütte oder willst du auf einer Lichtung nach nachtaktiven Tieren Ausschau halten, brauchst du mehr Leistung.

Vielen Stirnlampen von Petzl liegt die praktische Shell Lt Pouch bei, mit der du die Lampe zum Beispiel unter das Hüttendach hängen kannst. Die weiße Tasche wirkt als Diffusor: Sie macht das Licht weicher und verteilt es auf eine große Fläche.
Campinglampe
An der Hütte ist Licht an der Kochstelle praktisch. Dafür eignen sich Laternen – entweder elektrisch oder als Sturmlaterne mit Lampenöl. Mit Laternen zauberst du außerdem eine richtig romantische Stimmung.

Wenn du über Nacht an der Hütte bleibst, nimm immer eine eigene Übernachtungsmöglichkeit mit. Es kann sein, dass nicht alle in der Hütte Platz zum Schlafen finden. Und wenn viel los ist, ist es auch einfach angenehm, die Nacht im eigenen Zelt oder unter dem eigenen Tarp zu verbringen.