Übernachten in der Schutzhütte — Deine erste Nacht draußen?
Eine Nacht in einer offenen Schutzhütte am Lagerfeuer hat eine ganz eigene Atmosphäre. Für die erste Nacht draußen ist so ein Unterstand ideal. Wenn du aus Tagestouren Übernachtungstouren machen willst, fängst du am besten hier an.
Schutzhütten findest du entlang von Wanderwegen, etwa auf Routen, die von Städten und Gemeinden gepflegt werden, oder in Schutzgebieten wie Nationalparks. Wandern ist heute beliebter denn je, und nur selten hast du eine Hütte für deine Gruppe allein. Nimm deshalb Rücksicht auf andere, belege nicht die ganze Hütte und bring für die Nacht immer eine eigene Unterkunft mit. Sind schon andere da, bist du froh, wenn du dein Zelt oder Tarp etwas abseits aufbauen kannst.
An Schutzhütten gibt es meist eine Feuerstelle, an der der Grundeigentümer das Feuermachen erlaubt. Bei Wald- und Graslandbrandwarnung darfst du allerdings nur dort Feuer machen, wo es einen Rauchabzug gibt. Ob das erlaubt ist, ist an solchen Stellen in der Regel extra ausgeschildert.
Übe das Feuermachen ruhig auch ohne mitgebrachte Anzünder. Mit einem scharfen Messer schnitzt du schnell ein paar Feathersticks, mit denen das Lagerfeuer zuverlässig anbrennt.
Mit der wachsenden Zahl an Wanderern steigt auch der Brennholzverbrauch. Die Budgets der Betreiber sind begrenzt, und die Pflege von Feuerstellen ist teuer. Manche Schutzhütten wurden sogar schon geschlossen, weil das Geld für den Unterhalt fehlt. Geh also sparsam mit dem Holz um und mach kein Feuer nur der Stimmung wegen.
Über dem Feuer zu kochen hat seinen eigenen Reiz. Wenn du keine langen Strecken laufen musst, kannst du problemlos viele frische Zutaten mitnehmen und am Feuer all das kochen, was du auch zu Hause machst.
Einen Campingkocher solltest du trotzdem dabeihaben – vielleicht ist das Holz an der Hütte aufgebraucht, oder am Feuer ist nicht für alle Köche Platz. Dann kochst du einfach auf dem Kocher.
Schau mal, wie wir an der Schutzhütte eine richtig gute Pizza gebacken haben:
Beliebte Ausrüstung zum Kochen an der Schutzhütte sind Geschirr von Kupilka, Kuksas, Messer sowie Gusseisenprodukte von Leisku und Petromax.
In einer Schutzhütte lässt es sich gut übernachten. Du brauchst eine bequeme Isomatte, denn der Boden ist hart. Außerdem zieht es in die offene Hütte meist hinein, sodass es dort etwas kälter ist als im Zelt. Nimm also einen ausreichend warmen Schlafsack mit.
Diese Ausrüstung brauchst du für die Nacht in der Schutzhütte:
- Isomatte
- Schlafsack
- Kissen – oder etwas, woraus du dir eins baust
- Hüttenschlafsack/Inlett (optional)
Mehr dazu in unseren Blogbeiträgen:
PACKLISTE FÜR DIE ÜBERNACHTUNGSTOUR
SCHLAFSACK UND ISOMATTE RICHTIG WÄHLEN — SO FINDEST DU DIE PASSENDE KOMBINATION
Wenn du befürchtest zu frieren, kannst du auch zwei Schlafsäcke oder zwei Isomatten verwenden. Das Lagerfeuer wärmt das Innere der Hütte kaum – und selbst wenn, hält es niemand die ganze Nacht am Brennen. Funkenflug ist außerdem gefährlich: Er kann Löcher in den Schlafsack brennen oder ihn sogar in Brand setzen.
Morgens in der Schutzhütte aufzuwachen ist schön: Du machst dir das Frühstück am Feuer und wärmst dich dabei an den Flammen.
In der Nähe von Schutzhütten gibt es meist auch eine Toilette – das macht das Lagerleben gleich etwas einfacher.
Eine Kuksa kannst du auch selbst schnitzen. Auch Outdoor-Geschirr wie Teller und Schneidebretter lässt sich leicht selbst machen – und bringt eine besondere Stimmung an den Tisch.
Wir haben auch selbst eine Nacht in einer Schutzhütte verbracht – sieh dir das Video an:
Dann bleibt nur noch: schöne Stunden an der Schutzhütte!







