Waschanleitung für Kleidung aus Merinowolle
Merinokleidung musst du nicht oft waschen. Meist reicht es, sie auszulüften. Das geht auch drinnen: Häng das Kleidungsstück einfach locker in einen gut belüfteten Raum. Draußen klappt es allerdings besser. Wäschst du Merinokleidung zu oft, gehen die natürlichen Wollfette (Lanolin) verloren. Diese Fette weisen Schmutz ab und wirken antibakteriell, sodass sich die Kleidung schon beim Lüften “reinigt”. Außerdem nutzt jede unnötige Wäsche die Wolle ab.

Merinokleidung waschen – das Wichtigste
Selten waschen reicht
- Merinokleidung weist Schmutz und Gerüche ab, daher reicht Lüften oft aus, um sie aufzufrischen.
Waschmittel
- Verwende ein Waschmittel speziell für Merinowolle – anders als normales Waschmittel geht es schonend mit dem natürlichen Lanolin der Wolle um.
- Bei Flecken wäschst du nur die betroffene Stelle vorsichtig aus, zum Beispiel mit Gallseife.
Waschen
- Oft musst du nicht das ganze Kleidungsstück waschen – prüf zuerst verschmutzte Stellen und Schweißränder.
Trocknen
- Häng nasse Wollsachen nicht auf – sie können sich aus der Form ziehen.
- Trockne sie am besten liegend auf einer ebenen Fläche (z. B. auf einem Wäscheständer), so behalten sie ihre Form.
- Eine Mütze kannst du im feuchten Zustand in Form bringen, bevor sie trocknet.

Riecht ein Merinoteil unangenehm, besteht es wahrscheinlich nicht zu 100 % aus Merinowolle, sondern enthält Polyamid oder Polyester für mehr Strapazierfähigkeit. Auch reine Merinowolle kann im feuchten Zustand riechen – nach dem Lüften ist der Geruch aber wieder weg.
Muss ein Merinoteil doch in die Wäsche, halte dich immer zuerst an die Pflegehinweise des Herstellers. Viele Hersteller raten von Handwäsche ab, weil das Wollprogramm der Waschmaschine meist schonender ist. Bei der Handwäsche besteht außerdem das Risiko, dass das Wasser zu warm ist – die Temperatur lässt sich schwer genau messen.
Meist empfehlen die Hersteller das Wollprogramm bei 30 oder 40 Grad. Vom Trockner wird in der Regel abgeraten, weil er die Fasern strapaziert. Auch zum Trocknen aufhängen solltest du das Kleidungsstück nicht – liegend trocknen ist die sicherste Methode, so leiert nichts aus. Leg es zum Beispiel einfach oben auf den Wäscheständer. Gerade bei Mützen lohnt es sich, sie vor dem Trocknen kurz in Form zu bringen, damit sie nicht schlabberig oder zu weit werden.
Normales Waschmittel soll Fette lösen – deshalb wäschst du Merinokleidung besser mit einem passenden Spezialwaschmittel. In unserem Sortiment findest du zum Beispiel Spezialwaschmittel von Nikwax. Es geht schonend mit dem Lanolin um.
Hast du einen hartnäckigen Essensfleck, wasch nur die betroffene Stelle vorsichtig aus, zum Beispiel mit Gallseife oder Marseiller Seife.

Zur Erinnerung: Merinosocken, Shirts und andere Oberbekleidung müssen selten gewaschen werden. Auch Funktionsunterwäsche hält länger, wenn du sie hauptsächlich durch Lüften frisch hältst. Unterhosen solltest du aus hygienischen Gründen ab und zu waschen – wer viel wandert, weiß aber, dass auch sie unterwegs mit Ausspülen und Lüften sauber und frisch bleiben.





