Trekking

Die Top 3 Ausflugsziele rund um Turku

In diesem Blogbeitrag stellen wir dir drei Ausflugsziele rund um Turku vor, die wir allen Wanderbegeisterten empfehlen können. Alle sind gut erreichbar und bieten kürzere und längere Routen – von der Tagestour bis zur mehrtägigen Wanderung. Ruissalo, Kurjenrahka und das Wegenetz von Kuhankuono kennen viele Einheimische sicher schon. Trotzdem gibt es auch dort immer wieder Neues zu erleben.

Die Top 3 Ausflugsziele rund um Turku

1. Ruissalo

  • Langgestreckte Insel direkt neben der Turkuer Innenstadt – bequem mit dem Bus oder dem Fahrrad erreichbar.
  • Im Sommer prächtiger Eichenwald und sattgrüne Laubwälder; auch im Winter kannst du Rehe beobachten.
  • Naturlehrpfade und Uferwege mit mehreren Kilometern Strecke und schöner Aussicht.

2. Nationalpark Kurjenrahka

  • Beliebtes Naturziel nördlich von Turku.
  • Mehrere markierte Wege, die du je nach gewünschter Tourenlänge kombinieren kannst.
  • Die Runde um den Savojärvi eignet sich zum Beispiel für entspannte Ausflüge, und die Bohlenwege führen durch eindrucksvolle Landschaften.
  • Längere Touren wie die Vajosuo-Runde bieten ordentlich Herausforderung und viel Ruhe in der Natur.

3. Wegenetz Kuhankuono

  • Weitläufiges Wandergebiet aus mehreren Routen und Abschnitten unterschiedlicher Länge.
  • Du kannst kurze Pfade gehen oder mehrere Abschnitte zu langen Runden verbinden.
  • Die verschiedenen Abschnitte zeigen die Vielfalt der Natur und bieten auch Möglichkeiten zum Übernachten.

Ruissalo

Ruissalo ist eine schöne, langgestreckte Insel direkt vor den Toren der Turkuer Innenstadt. Die Anreise ist einfach: Der Stadtbus fährt regelmäßig nach festem Fahrplan. Wer in der Nähe wohnt, ist mit dem Fahrrad schnell dort. Eine Besonderheit im Sommer ist der Wasserbus, der vom Ufer des Flusses Aurajoki ablegt.

Prägend für Ruissalo ist der Eichenwald, der in den Sommermonaten am schönsten ist. Die üppigen, grünen Laubwälder machen die Insel dann zu einem echten Hingucker. Die beste Zeit für einen Besuch ist also der Sommer. Aber auch im Winter sind die Rehe auf der Insel aktiv, und mit etwas Glück siehst du sie über die verschneiten Felder staksen.

Auf der Insel gibt es mehrere Kilometer markierte Naturpfade und Wanderwege. Die Uferpromenade, die am Rand des Kansanpuisto-Parks beginnt, ist lang und gerade, bietet aber auf der ganzen Strecke Abwechslung. Auf einem Teil des Weges hast du sogar die Burg Turku im Blick. Nach der Promenade biegt der Pfad im Nordosten der Insel in den Wald ab, wo ein Vogelbeobachtungsturm steht. Von oben überblickst du die Insel, und der Blick reicht aufs Meer und den Aurajoki hinauf.

Von der Stadt aus gesehen weiter draußen auf der Insel liegt die Landzunge Kuuva. Ihr 9,5 km langer Naturpfad schlängelt sich durch abwechslungsreiches Gelände. Unterwegs erlebst du Laubwald, Felder und an der Spitze der Landzunge mit ihren Uferfelsen sogar ein wenig Schärenstimmung.

Kurjenrahka

Der Nationalpark Kurjenrahka nördlich von Turku ist gut erreichbar und hat für jeden etwas zu bieten. Die Stadtbusse 21 und 23 fahren direkt ab dem Puutori. Wer mit dem Auto kommt, kann zwischen mehreren Parkplätzen wählen und so den Startpunkt selbst festlegen.

Es gibt mehrere markierte Wege, die du einzeln gehen oder miteinander kombinieren kannst. So passt du die Länge der Tour ganz einfach an dich an. Der knapp zwei Kilometer lange Karpalopolku ist barrierefrei angelegt und damit auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen gut machbar. Wie in Nationalparks üblich, steht in Kurjenrahka das Wandern und Beobachten der Natur im Mittelpunkt. Eine spannende Ergänzung: Im Park sind mehrere Geocaches versteckt, die du suchen kannst. So lernst du die Natur im Park auf eine ganz neue Art kennen.

Bei so vielen Wegen stellt sich die Frage: Wohin zuerst? In gemütlichem Tempo brauchst du für die Runde um den Savojärvi etwa zwei Stunden. Unterwegs geht es auf Bohlenwegen durchs Moor und natürlich am Ufer des Savojärvi entlang.

Da der Weg leicht zu gehen ist, können wir ihn wirklich jedem empfehlen! Wer längere Strecken sucht, findet sie auf der Vajosuo-Wanderung: Mit ihren 30 Kilometern ist sie lang genug für eine Übernachtung unterwegs. Die Vajosuo-Runde lässt sich außerdem mit dem Wegenetz Kuhankuono verbinden, das wir dir als Nächstes vorstellen.

Der Nationalpark Kurjenrahka zeigt sich je nach Jahreszeit von einer ganz anderen Seite. Solange kein Schnee liegt, bleibst du am besten auf den markierten Wegen – abseits davon darf man sich in den Mooren ohnehin nicht frei bewegen. Im Winter kannst du bei ausreichender Schneedecke mit Langlaufskiern über die Moore gleiten und den Park so aus einer ganz neuen Perspektive erleben. Probier am besten beides aus!

Die Wege von Kuhankuono

Das Wegenetz Kuhankuono unterscheidet sich von den beiden anderen Zielen dadurch, dass es sich über ein großes Gebiet erstreckt und aus mehreren Teilen besteht. Das können kurze Abschnitte oder Rundwege sein. Tipps dazu haben wir von einer echten Kennerin bekommen: Johanna, Textilverantwortliche in unserer Filiale Kuninkoja, ist die Wege von Kuhankuono schon mehrfach abgelaufen.

Von Süden aus kommst du zum Beispiel direkt neben dem Zentrum von Raisio am Haunisten-Stausee oder am Kullaanvuori bequem ins Wegenetz. Der südlichste Punkt liegt an der Mündung des Raisionjoki, ganz in der Nähe der Insel Ruissalo, und von dort führt das Netz bis nach Yläne. Ohne gute Ortskenntnis kann es schwierig sein, den einzelnen Abschnitten des weitläufigen Netzes zu folgen. Johanna empfiehlt deshalb die Karte des Wegenetzes Kuhankuono, die zuletzt 2022 aktualisiert wurde.

Lieblingsorte festzulegen ist natürlich schwierig, denn sie hängen oft mit eigenen Erlebnissen zusammen, die sich nicht unbedingt mit denen anderer Wanderer vergleichen lassen. Trotzdem nennt Johanna den Abschnitt am Rehtsuo als ihren liebsten Teil des Netzes. Er führt durch flache, offene Moorlandschaft und ist angenehm und leicht zu gehen. Wenn du draußen übernachten möchtest, findest du dort gute Zeltplätze. Besonders gern ist Johanna im Frühling am Rehtsuo, wenn die Natur aus dem Winter erwacht und voller Insekten und Blumen steckt.

Als zweite Empfehlung nennt sie die Kangenmiekka-Runde. Sie ist eine eigene Route im Kuhankuono-Netz, trifft aber auf die Vajosuo-Wanderung, die wiederum zum Nationalpark Kurjenrahka gehört. Auf der Kangenmiekka-Runde findest du eine Quelle mit sandigem Grund, aus der du frisches Trinkwasser schöpfen kannst.

Bei der Ausrüstung für Kuhankuono legt Johanna dir vor allem eine Trinkblase für den Rucksack ans Herz, mit der du mühelos mehrere Liter Wasser mitnehmen kannst. Entlang der Wege gibt es nicht überall Trinkwasser, deshalb solltest du immer einen eigenen Vorrat dabeihaben. Die Osprey Hydraulics LT 2,5 Trinkblase ist zum Beispiel eine zuverlässige Wahl für diesen Einsatz. Als zweites Ausrüstungsteil empfiehlt Johanna ein Tarp. Entlang der Wege findest du viele Stellen, an denen du es aufspannen kannst – die Suche nach einem Schlafplatz wird so deutlich einfacher. Im Frühling macht das Übernachten unter dem Tarp besonders Spaß, weil es dann noch keine Mücken gibt. Ein gutes Modell ist zum Beispiel das DD Hammocks Tarp 3×3.