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So machst du Feuer mit dem Feuerstahl

Du hast einen Feuerstahl, aber das Feuermachen damit klappt nicht immer zuverlässig? Oder überlegst du, dir einen Feuerstahl für den Notfall zuzulegen? Feuermachen mit dem Feuerstahl braucht Übung. Hast du den Dreh aber einmal raus, ist er ein verlässlicher Feueranzünder. Kälte und Nässe machen ihm nichts aus.

Moderne Feuerstähle bestehen meist aus Magnesium oder Ferrocerium. Mit einem scharfkantigen Gegenstand schabst du heiße Funken davon ab. Mit den Funken entzündest du den Zunder und damit wiederum das eigentliche Lagerfeuer.

Zunder kannst du selbst herstellen, zum Beispiel aus Watte, Tampons, Eierkartons oder alten Kerzen. Hast du Birkenrinde zur Hand, kommst du auch ohne selbstgemachten Zunder aus. In diesem Beitrag verwenden wir Birkenrinde als Zunder.

Feuermachen mit dem Feuerstahl

Wie immer kommt es beim Feuermachen vor allem auf die Vorbereitung an. Das Prinzip bleibt dasselbe, egal ob du die erste Flamme mit Streichhölzern, einem Feuerzeug oder einem Feuerstahl entzündest.

Zünde das Feuer am besten von oben an, so qualmt es am wenigsten. Zündest du es von unten an, verbrennt der Zunder das Holz “mit Gewalt” und es entsteht ein unsauberes, rauchendes Feuer. Von oben angezündet erwärmt der Zunder das Holz langsam: Es trocknet zuerst und fängt Feuer, sobald es heiß genug ist.

So entzündest du ein Lagerfeuer mit dem Feuerstahl:

  1. Leg die dicksten Holzscheite nach unten
  2. Spalte dünneres Anmachholz und leg es obendrauf
  3. Schnitze ein paar Feathersticks
  4. Nimm ein Stück Birkenrinde mit in den Windschatten
  5. Schabe von der Rinde ein Häufchen helle, flaumige Fasern ab
  6. Schlage mit dem Feuerstahl Funken in die Rindenfasern
  7. Bring die brennende Rinde zur Feuerstelle und entzünde damit die Feathersticks

Der Unterschied: Mit einem Feuerzeug oder Streichholz kannst du einen Featherstick direkt anzünden. Ein Feuerstahl erzeugt nur Funken, du brauchst also Zunder, aus dem die erste Flamme entsteht.

Die häufigsten Probleme mit dem Feuerstahl

Der häufigste Fehler ist eine unzureichende Vorbereitung. Vielleicht hast du nicht genug Birkenrinde abgeschabt, oder es liegt nicht genug dünnes Holz bereit, das schnell Feuer fängt.

Manche haben Schwierigkeiten mit dem Schaben selbst. Bei einigen Feuerstählen ist der Schaber eher dürftig oder hängt an einer zu kurzen Schnur. Dann kannst du auch den Rücken deines Messers nehmen. Der ist meist scharfkantig genug, um Funken zu schlagen.

Bei starkem Wind können die Rindenfasern davonfliegen. Zünde deshalb immer im Windschatten an. Findest du keinen anderen Schutz, hilft zum Beispiel deine Jacke als Windschutz. Manchmal liegt die Schwierigkeit auch darin, die brennende Rinde zur Feuerstelle zu bringen, ohne dass sie unterwegs ausgeht. Lass die Rinde deshalb kurz anbrennen, bevor du sie ins Feuer legst. Verbrenn dir dabei aber nicht die Hand und setz die Umgebung nicht in Brand.

Gute Feuerstähle

Bei uns findest du viele verschiedene Feuerstarter. Am beliebtesten bei unseren Kunden ist der Feuerstahl von Kupilka, aber es gibt auch andere Modelle in unserem Sortiment. Der Feuerstahl von Marttiini ist ebenfalls sehr gut, manchen ist die Schnur allerdings etwas zu kurz. Light My Fire bietet zwei verschiedene Feuerstähle an: Der Army ist etwas größer und eignet sich besser für den regelmäßigen Einsatz (ca. 12.000 Zündungen). Der Scout ist kleiner (ca. 3.000 Zündungen) und eine gute Wahl, wenn du einen Feuerstahl für den Notfall dabeihaben willst.