Laufdisziplinen

Ratgeber zur Wahl der richtigen Laufschuhe

In diesem Ratgeber erfährst du, worauf du achten solltest, wenn du Laufschuhe für ebenen Untergrund wie Asphalt kaufen möchtest.

Suchst du Trailrunning-Schuhe, findest du die passenden Tipps hier.

Beim Laufschuh kommt es vor allem auf die Passform an. Zwischen deinen Zehen und der Schuhspitze sollte etwa ein Zentimeter oder eine Daumenbreite Platz sein. So stoßen die Zehen nicht vorne an. Ist zu wenig Platz, drohen Schmerzen und im Extremfall sogar abgehende Zehennägel, erklärt Teemu.

TOP 5 Tipps für die Wahl deiner Laufschuhe

  • Die Passform ist das Wichtigste: Zwischen Zehen und Schuhspitze sollte etwa ein Zentimeter Platz sein, damit die Zehen nicht anstoßen und keine Schmerzen oder Probleme mit den Nägeln entstehen.
  • Der Schuh darf weder zu locker noch zu eng sitzen: Eine zu straffe Schnürung kann die Durchblutung behindern und Sehnenentzündungen verursachen. Bewegt sich der Fuß in einem zu lockeren Schuh, sind Blasen die Folge.
  • Wähle die Laufschuhkategorie nach deinem Bedarf:
    • Stark gedämpfte Schuhe federn Stöße ab und eignen sich für Einsteiger oder Regenerationsläufe.
    • Allround-Laufschuhe sind vielseitig einsetzbar.
    • Leichte, reaktive Tempo-Schuhe sind für erfahrenere Läufer gedacht.
  • Berücksichtige Laufdistanz und Tempo: Wähle den Schuh danach, welche Strecken du in welchem Tempo läufst – die Modelle unterscheiden sich deutlich in Dämpfung und Reaktivität.
  • Vermeide Druckstellen und eine falsche Passform: Am Schaftrand, an der Achillessehne und an den Seiten sollte nichts drücken, denn das wird beim Laufen schnell unangenehm.

Teemu ist unser Laufexperte und arbeitet in unserem Marketingteam. Er ist selbst aktiver Läufer und in vielen verschiedenen Laufdisziplinen unterwegs.

Ein Laufschuh sollte fest sitzen, der Fuß darf im Schuh nicht hin und her rutschen. Über die Schnürung regulierst du, wie straff der Schuh sitzt. Ist die Schnürung oder der Schuh selbst zu eng, wird die Durchblutung der Zehen eingeschränkt, was zu Sehnenentzündungen führen kann. Ist der Schuh dagegen zu weit oder die Schnürung zu locker, bewegt sich der Fuß im Schuh – und du bekommst Blasen.

Auch andere Druckstellen am Schaftrand, im Bereich der Achillessehne oder an Innen- und Außenseite sind ein schlechtes Zeichen. Die Breite deines Fußes spielt bei der Wahl ebenfalls eine Rolle. Ein zu schmaler Schuh verursacht genau die oben beschriebenen Druckstellen.

Die verschiedenen Laufschuhkategorien

Welcher Schuh optimal ist, hängt von Laufdistanz, Laufstil und Tempo ab. Grob lassen sich Laufschuhe in drei Kategorien einteilen:

  • Stark gedämpfte, weiche Laufschuhe
  • Allround-Laufschuhe
  • Leichte, reaktive Tempo-Schuhe

Stark gedämpfte Schuhe

Schuhe mit viel Dämpfung federn Stöße am stärksten ab. Damit sind sie gut geeignet für Einsteiger, deren Lauftechnik noch nicht ausgefeilt ist.

Stark gedämpfte Schuhe eignen sich für Einsteiger und Läufer mit Gelenkproblemen – und für erfahrene Läufer als Schuh für Regenerationsläufe.

Ein gut gedämpfter Schuh passt auch zu Läufern, die wissen, dass ihre Gelenke harten Untergrund nicht gut vertragen. Erfahrene Läufer nutzen solche Modelle für lockere Regenerationsläufe. Für lange, ruhige Läufe ist dieser Schuhtyp angenehm.

Diese Schuhe haben viel weichen Schaum in der Zwischensohle. Die Kehrseite: Je mehr Dämpfung, desto weniger Bodengefühl.

Ein stark gedämpftes Modell aus unserem Sortiment:

SAUCONY TRIUMPH 22

Der sehr weiche Zwischensohlenschaum PWRRUN PB macht diesen Schuh zu einem starken Begleiter für lange, ruhige oder regenerative Läufe. Die Rocker-Geometrie ist moderat und bringt dich auch bei gemächlichem Tempo angenehm nach vorne. Die dicke, weiche Zunge sorgt für spürbar mehr Komfort.

Allround-Laufschuh

Der Allrounder, im Englischen Daily Trainer genannt. Ein echtes Multitalent, das sich an fast jede Art von Lauf anpasst. Er hat weniger Zwischensohlenschaum als ein stark gedämpfter Schuh und ist dadurch reaktiver und direkter am Boden. Er deckt die Bedürfnisse der meisten Läufer ab. Wenn du schon Lauferfahrung hast und nur ein Paar Laufschuhe kaufen möchtest, bist du in dieser Kategorie richtig.

Ein Allround-Schuh passt gut zu Läufern mit etwas Erfahrung oder zu Einsteigern, die ihre Lauftechnik weiterentwickeln wollen. Im Bild: Saucony Women’s Guide 14.

Auch ambitionierte Läufer sammeln mit einem Allround-Schuh ihre Kilometer. Für Einsteiger ist er ebenfalls eine gute Wahl, wenn du dich als Läufer weiterentwickeln und verschiedene Trainingsformen ausprobieren willst. Auf dem klassischen Grundlagenlauf spielt er seine Stärken aus. Wird das Tempo höher, verpufft ein Teil deines Abdrucks in der Zwischensohle. Umgekehrt reicht der Schaum bei langen, langsamen Läufen nicht immer zur Dämpfung aus: Der Bodenkontakt dauert länger, und der Schaum wird unter jedem Schritt stärker zusammengedrückt.

Einige Beispiele für Allround-Schuhe:

HOKA CLIFTON 9

Durchdachte Rocker-Geometrie ohne spürbaren Übergangspunkt: Der Schritt rollt fließend und fast unbemerkt in die Abdruckphase ab. Das Obermaterial ist mittelstark, bringt Haltbarkeit und etwas Spritzschutz bei Regenwetter. Typisch Hoka: viel Dämpfung, ohne zu weich zu sein. Passt zu jedem Laufstil. Die Fersenkappe ist für schmale Knöchel etwas weit, hier musst du eventuell mit der Schnürung nachjustieren. Die Laufsohle hat wie gewohnt reichlich Gummi für eine hohe Abriebfestigkeit.

Mit Pronationsstütze: NEW BALANCE VONGO 6

Ein Stabilitätsschuh, der sich sehr gut für den Alltagseinsatz eignet. Das Obermaterial liegt im Mittelfeld: keinesfalls schwer, aber auch nicht durchscheinend dünn. Gewicht wurde durch weniger Gummi an der Laufsohle gespart. Das bedeutet etwas geringere Abriebfestigkeit, dafür trägt sich der Schuh unglaublich leicht. Der “offene” Zwischensohlenschaum von New Balance hält Abrieb trotzdem erstaunlich gut stand. Gummi sitzt dort, wo die Sohle am stärksten beansprucht wird.

Leichte Tempo-Schuhe

In dieser Kategorie steckt am wenigsten Schaum in der Zwischensohle, und die Schaummischung ist am reaktivsten und straffsten. Der Schuh ist leicht, sodass du keine unnötige Energie verschwendest. Die Zwischensohle ist hart – grob gesagt brauchst du Erfahrung und eine saubere Lauftechnik, um Gelenkverschleiß und Überlastungen zu vermeiden.

Das geringe Gewicht kommt oft auch daher, dass an der Laufsohle Gummi eingespart wird. Die Gummischicht ist dünner und/oder nur an strategischen Stellen platziert, die im Schnitt am stärksten beansprucht werden. Stellenweise liegt der Zwischensohlenschaum also offen – der Schuh nutzt sich schneller ab und hält weniger lange. Gut geeignet auch für Tempoläufe und Intervalltraining.

Diese Schuhe lassen sich nicht pauschal jedem empfehlen, schon gar nicht Einsteigern. Erfahrene Läufer wissen meist entweder, dass sie genau diese Art Schuh brauchen, oder wollen ihre Schuhauswahl gezielt um diese Kategorie erweitern.

Einige Beispiele für unsere Tempo-Schuhe:

SAUCONY ENDORPHIN SPEED 4

Dieser Schuh liegt zwischen leichtem Tempo-Schuh und Allrounder. Das Laufgefühl ist deutlich weich. Die Zwischensohle ist im Vergleich zur Vorgängerversion weicher geworden, daher taugt er auch als Allround-Schuh.

Die Sprengung liegt weiterhin bei angenehmen 8 mm, und der Schuh sitzt fast wie eine Socke. Die Zunge ist sehr unauffällig eingenäht und verstärkt dieses sockenartige Gefühl. Die Ferse bleibt auch bei lockerer Schnürung sehr gut an ihrem Platz. Für einen Tempo-Schuh wirkt das Obermaterial etwas dick, die Atmungsaktivität kann trotzdem gut sein.
Die Laufsohle ist gut mit Gummi abgedeckt, wenn auch nur dünn.

NEW BALANCE FUELCELL REBEL V4

Der New Balance FuelCell Rebel v4 ist ein leichter, vielseitiger Laufschuh, der sich besonders für schnelle Einheiten und Wettkämpfe eignet. Die überarbeitete Zwischensohle kombiniert zwei verschiedene Schaumstrukturen und sorgt für ein energiegeladenes, federndes Laufgefühl.

Die Zunge ist klein und sehr unauffällig eingenäht. Die Zwischensohle hat genug Schaum, dass du auch auf längeren Tempoläufen keine Stöße durchspürst, und der Schaum bleibt die ganze Einheit über reaktiv. Gummiverstärkungen gibt es nur in den kritischen Zonen der Laufsohle, der Rest ist offener, geschäumter Schaum, der in den letzten Jahren deutlich abriebfester geworden ist. Hält mehrere hundert Kilometer durch.

Das geringe Gewicht kommt oft auch daher, dass an der Laufsohle Gummi eingespart wird. Die Gummischicht ist dünner und/oder nur an strategischen Stellen platziert, die im Schnitt am stärksten beansprucht werden. Stellenweise liegt der Zwischensohlenschaum also offen – der Schuh nutzt sich schneller ab und hält weniger lange. Gut geeignet auch für Tempoläufe und Intervalltraining.

Diese Schuhe lassen sich nicht pauschal jedem empfehlen, schon gar nicht Einsteigern. Erfahrene Läufer wissen meist entweder, dass sie genau diese Art Schuh brauchen, oder wollen ihre Schuhauswahl gezielt um diese Kategorie erweitern.

Was bei der Schuhwahl sonst noch zählt

Fast alle Laufschuhe haben eine Rocker-Geometrie: Die Sohle biegt sich ab dem Vorfuß allmählich nach oben zur Schuhspitze. Die Form des Rockers unterscheidet sich je nach Modell teils deutlich. Das Prinzip: Dein Schritt soll schneller über die Zehen in den Abdruck rollen. So verkürzt sich der Bodenkontakt, und der Schuh scheint wie von selbst in den nächsten Schritt zu wollen.

Sprengung (Drop) bezeichnet den Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß. Eine allgemeingültige Empfehlung gibt es nicht – die Wahl ist individuell und hängt von deinem Bedarf ab. Oft gilt aber: Je schneller der Schuh, desto geringer die Sprengung.

In unserem Sortiment findest du auch Schuhe mit Pronationsstütze. Neutrale Schuhe sind mit Abstand am weitesten verbreitet, Stabilitätsschuhe mit Pronationsstütze sind für Läufer gedacht, die wissen, dass sie genau diese Unterstützung brauchen.