Wintersport

Ratgeber: Eisbaden als Hobby

Eisbaden ist ein schönes Hobby. Es sorgt für ein richtig gutes Gefühl und eignet sich für jedes Alter. In der Sauna kommst du mit neuen Leuten ins Gespräch, und das kalte Wasser macht für einen Moment den Kopf frei.

Wichtige Ausrüstung zum Eisbaden

Für Füße und Hände:

  • Neoprensocken schützen Knöchel und Füße vor der Kälte.
  • Neoprenhandschuhe halten die Hände warm und erleichtern das Hinausklettern über vereiste Flächen.

Kopf und Körper:

  • Eine Mütze oder warme Kopfbedeckung reduziert den Wärmeverlust und macht das Schwimmen sicherer.
  • Den Kopf taucht man beim Eisbaden in der Regel nicht unter, damit die Kälte den Körper nicht zu heftig überrascht.

Abtrocknen und Aufwärmen:

  • Ein Handtuch oder Bademantel ist wichtig, damit du nach dem Rausgehen schnell etwas Trockenes und Warmes anhast.

Flüssigkeitszufuhr:

  • Eine Trinkflasche solltest du dabeihaben – besonders nach der Sauna meldet sich der Durst.

Du kannst auch eisbaden, wenn das Wasser noch nicht zugefroren ist. Manchmal ist es fast genauso kalt wie bei strengem Winterfrost. Ohne Eisloch spricht man korrekterweise vom Kaltwasserschwimmen.

Ich bin Monika, Produktkoordinatorin bei Scandinavian Outdoor und Filialleiterin unseres Geschäfts in Salo. Ich gehe selbst regelmäßig eisbaden und teile hier meine Tipps mit euch.

Der Einstieg ins Eisbaden

Am leichtesten fängst du im Herbst an, wenn die Gewässer langsam abkühlen. Ich selbst habe nach dem Sommer einfach mit abendlichen Schwimmrunden weitergemacht. Eisbaden ist ein Hobby mit echtem Suchtpotenzial. Wenn du regelmäßig ins Wasser gehst, gewöhnt sich dein Körper nach und nach an die sinkenden Temperaturen – und du freust dich schon auf das nächste Mal.

Im kalten Wasser brauchen Knöchel und Handgelenke Schutz. Ich empfehle speziell fürs Eisbaden entwickelte Neoprensocken mit Schaft und Neoprenhandschuhe. Auf den Kopf gehört eine Mütze. Leg dir ein Handtuch oder einen Bademantel direkt neben den Einstieg, damit du nach dem Rausgehen schnell etwas überziehen kannst. Wenn du danach nicht in die Sauna gehst, ist Funktionsunterwäsche aus Merinowolle angenehm – auch auf kalter oder noch leicht feuchter Haut wärmt sie.

Als Einsteiger solltest du herausfinden, ob es in deiner Nähe eine Badestelle zum Eisbaden mit Sauna gibt. Vielerorts gibt es feste Wochentage, an denen die Sauna an der Badestelle geheizt ist. Dann einfach ausprobieren: Beim ersten Mal reicht es, kurz einzutauchen. Bei den nächsten Malen kannst du die Zeit im Wasser schrittweise verlängern.

Schon beim Rausgehen spürst du ein angenehmes Kribbeln auf der Haut. Wie gut man sich nach dem Eisbaden fühlt, erfährst du allerdings nur, wenn du dich traust, es selbst auszuprobieren.

Diese Ausrüstung empfehlen wir zum Eisbaden

Neoprensocken

Im Winter ist der Boden gefroren – barfuß zu gehen ist dann wirklich schwierig und schmerzhaft. Eine Neoprensocke mit Silikonprofil gibt Halt und isoliert. Der längere Schaft schützt zusätzlich die Knöchel. Neopren fühlt sich auch nass noch warm an.

Waimea Neoprensocke, hoher Schaft

Neoprenhandschuhe

Wenn das Wasser kälter wird und Geländer und Leitern vereist sind, sind Neoprenhandschuhe eine echte Erleichterung.

Arena Eisbade-Handschuhe

Mütze oder warme Kopfbedeckung

Beim Eisbaden solltest du den Kopf nicht untertauchen. Taucht der Kopf ins kalte Wasser, kann der Körper heftig auf den plötzlichen Temperaturwechsel reagieren. Das kann zum Beispiel zu Hyperventilation, Herzrhythmusstörungen oder sogar zu einem reflexartigen Atemstillstand führen – und damit zu gefährlichen Situationen im Wasser.

Außerdem verlaufen an Kopf und Nacken viele Blutgefäße, über die die Kälte schneller in den Körper gelangt. Das erhöht das Risiko einer Unterkühlung. Wenn du den Kopf über Wasser hältst und eine Mütze trägst, verlierst du weniger Wärme. Das macht das Eisbaden sicherer – besonders für Einsteiger und alle, die schnell frieren.

Mützen haben wir mehr als genug. Oder darf es eine Fellmütze sein?

Handtuch, warme Kleidung oder Bademantel

Nach dem Rausgehen tut es gut, schnell etwas Trockenes und Warmes überzuziehen – vor allem, wenn keine Sauna in der Nähe ist. Aber auch mit Sauna ist es schön, nach dem Schwimmen noch einen Moment draußen abzukühlen.

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Trinkflasche

Beim Saunieren ist Trinken wichtig, weil der Körper beim Schwitzen viel Flüssigkeit verliert. Füllst du sie nicht auf, kann der Körper dehydrieren. Die Folge können Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme sein.

In der Sauna verliert der Körper außerdem Elektrolyte wie Natrium und Kalium, was sich auf Muskeln und Nervensystem auswirken kann. Wenn du Flüssigkeit nachfüllst – am besten mit Wasser oder leichten Elektrolytgetränken –, hilfst du deinem Körper, im Gleichgewicht zu bleiben. Das fördert dein Wohlbefinden und die Erholung nach der Sauna.

Wichtig zu wissen: Alkohol ist kein geeignetes Saunagetränk. Er entzieht dem Körper zusätzlich Flüssigkeit, kann die Aufmerksamkeit beeinträchtigen und erhöht das Unfallrisiko in der Sauna und am Eisloch.

Bei uns findest du eine große Auswahl an Trinkflaschen – auch isolierte Modelle, in denen dein Getränk so warm oder kalt bleibt, wie du es möchtest.

Viel Freude beim Eisbaden!