Puukko-Kauf: Wie wählst du ein gutes Outdoor-Puukko?
Du suchst dein erstes Outdoormesser? Die Wahl des richtigen Messers kann anfangs schwierig sein, denn die Auswahl ist groß. In diesem Beitrag gehen wir durch, worauf es bei der Wahl eines Outdoormessers ankommt.

Wie bei jeder Outdoor-Ausrüstung kommt es auch beim Messer zuerst auf den Einsatzzweck an. Ein Messer ist außerdem ein schönes Werkzeug, und es spricht nichts dagegen, dass es dir auch optisch gefällt. Es gibt Messer für viele verschiedene Zwecke. Hier ein kurzer Überblick.
Darauf solltest du beim Messerkauf achten:
- Einsatzzweck: Für allgemeine Touren, fürs Trekking oder für Bushcraft?
- Klingenqualität und -material: Kohlenstoffstahl oder rostfreier Stahl?
- Klingenlänge und -form: Kürzer zum Schnitzen, länger zum Spalten.
- Griffmaterial und -form: Klassischer Holzgriff oder Gummi?
- Scheide: Leder, Kunststoff oder Komposit?
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein gutes Messer ist nicht immer das teuerste.
Ein Messer fürs Lagerfeuer an Schutzhütten und Feuerstellen
An gepflegten Feuerstellen liegt oft schon gespaltenes Brennholz bereit. Falls nicht, findest du vor Ort meist eine Axt oder einen Spaltkeil. Das Messer brauchst du dann vor allem, um die Würstchenpackung zu öffnen und Feuerspäne zu schnitzen – für dich selbst und für die Nächsten, die an die Feuerstelle kommen.

Für diesen Einsatz eignet sich ein Messer mit etwas kürzerer Klinge, unter 8 cm. Mit einer kurzen Klinge schnitzt es sich leichter, und sie ist vielseitiger als eine lange.

Im Bild: rostfreier Chromstahl, ein Messer von Arctic Legend, das sich unter anderem gut zum Schnitzen eignet.
Als Klingenmaterial hast du die Wahl zwischen rostfreiem Chromstahl und Kohlenstoffstahl
Rostfreier Chromstahl verträgt Feuchtigkeit besser und rostet nicht. Er bleibt lange scharf, lässt sich aber schwerer schärfen als Kohlenstoffstahl – meist brauchst du dafür einen Diamantschärfer.

Im Bild: Vaarinpuukko von Roselli mit Griff aus Maserbirke und 75-mm-Klinge aus klassischem Kohlenstoffstahl.
Kohlenstoffstahl rostet leichter als rostfreier Chromstahl. Trockne die Klinge deshalb nach jedem Gebrauch ab. Kohlenstoffstahl wird außerdem schneller stumpf, lässt sich aber zum Beispiel mit einem Schleifstein leichter schärfen. Hochwertiger Kohlenstoffstahl hält seine Schärfe trotzdem gut.
Ein Messer fürs Trekking, wenn du hauptsächlich mit dem Kocher kochst
Im Bild: Morakniv Eldris. Das handliche kleine Messer lässt sich auch an einer Halsschnur tragen. Auch erhältlich als Eldris Neck Knife Kit.

Im Bild: Morakniv Eldris. Das handliche kleine Messer lässt sich auch an einer Halsschnur tragen. Auch erhältlich als Eldris Neck Knife Kit.
Mit einem kleinen, leichten Messer erledigst du fast alles, was auf einer Trekkingtour anfällt: Ausrüstung reparieren, Schnur abschneiden – und bei Bedarf auch ein Feuer machen.

Von Eräpuu gibt es ein interessantes und schönes Taschenmesser mit Griff aus Knochen und Maserbirke. Ein praktisches Messer für alle, die „für alle Fälle“ eins dabeihaben wollen.

Im Bild: das praktische Klappmesser von Marttiini.
Fürs Trekking lohnt sich auch ein Klappmesser, das bequem in die Hosentasche passt, oder ein Multitool, etwa von Leatherman, Gerber oder Victorinox.
Bushcraft-Messer und Messer für harten Einsatz
Mit einem Messer kannst du auch Scheitholz klein spalten und etwas gröber zur Sache gehen. Beim klassischen Puukko läuft die Klinge als schmalere Angel in den Griff hinein – solche Messer sind nicht für harte Beanspruchung gemacht.

Meist übernimmt die Axt das Spalten, aber mit einem Messer geht es auch. Messer mit einer längeren Klinge im Stil eines Leuku eignen sich für viele Hackarbeiten, und mit etwas Vorsicht kannst du damit auch Holz spalten.

Von Mora gibt es das Bushcraft-Messer aus Stahl mit hohem Kohlenstoffgehalt. Der Klingenrücken ist scharfkantig geschliffen und funktioniert gut mit einem Feuerstahl. Der Gummigriff bietet sicheren Halt. Schau dir auch das Garberg Multi-Mount-Set von Mora an.

Im Bild: das Full-Tang-Messer Tundra Kelo von Marttiini.
Bei Full-Tang-Messern läuft die Klinge in voller Griffbreite bis zum Ende des Messers durch, und der Griff besteht aus zwei „Schalen“, die beidseitig an der Klinge vernietet sind. Diese Bauweise macht das Messer robust – du kannst es deutlich stärker hebeln und belasten als ein klassisches Messer. Deshalb sind diese Messer beim Bushcraft beliebt.

Im Bild: das bekannte Sissipuukko M95 von J-P Peltonen, erhältlich mit Komposit- oder Lederscheide.
Für den militärischen Einsatz ist das Sissipuukko ein praktisches Messer. Es ist mit verschiedenen Klingenlängen und Scheiden erhältlich. Der Griff bietet sicheren Halt, und die Klinge hat eine Teflonbeschichtung.
Spezialmesser für Jagd, Angeln und Pilzesammeln
In unserem Messersortiment findest du außerdem Filetiermesser, Pilzmesser, Schnitzmesser und Löffelmesser – und das Sortiment ändert sich laufend. Schau also gern regelmäßig vorbei.