Tourentipp des Monats 2026

Outdoor-Tipp im Mai — So baust du einen Campingofen

Viele bereiten ihr Essen auf Touren und Wanderungen selbst zu – auf dem Campingkocher oder über offenem Feuer. Das offene Feuer nutzt man meist zum Braten und Wasserkochen. Der Campingkocher kommt dagegen meist nur zum Wasserkochen und für Eintöpfe zum Einsatz.

Aus zwei Töpfen kannst du dir aber auch eine Art Ofen bauen. Damit backst du Pizza, Brot oder zum Nachtisch sogar einen Kuchen!

Gerade auf einer Wandertour ist frisches Gebäck ein echter Genuss. Nimm einfach eine Mehlmischung für Brot mit – deine Mitwanderer freuen sich bestimmt, wenn es frisches Brot zum Essen gibt.

Leckerer Karottenkuchen aus dem Outdoor-Ofen

Karottenkuchen ist ein klassisches Dessert, das du ohne großen Aufwand für einen gemütlichen Abend an der Schutzhütte oder am Zelt zubereitest. Das Backen dauert gut 1,5–2 Stunden, plane also genug Zeit ein. Das Rezept reicht problemlos für sechs Personen.

Du brauchst einen Campingkocher, zwei Töpfe und drei Steine. Die Töpfe müssen ineinanderpassen, und zwar so, dass zwischen ihnen sowie darüber und darunter Platz bleibt. Der größere Topf braucht einen dicht schließenden Deckel.

Bereite Teig und Frosting schon zu Hause vor. Füll beides in dichte Behälter, die sicher verschlossen bleiben.

Kuchenteig

Diese Zutaten schaumig schlagen:

2 Eier
2/3 dl brauner Zucker
1/2 dl Zucker
1 dl Rapsöl
150 g / zwei große Karotten, fein gerieben

In einer zweiten Schüssel vermischen:

2 dl Weizenmehl
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
2 TL Vanillezucker
1 TL gemahlene Muskatnuss
Salz
eine Handvoll gehackte Walnüsse

Die trockenen Zutaten anschließend mit der Ei-Zucker-Mischung verrühren.

Frosting

200 g Frischkäse (natur)
50 g Butter
2 dl Puderzucker
1/2 TL Vanillezucker

Lass Frischkäse und Butter bei Zimmertemperatur weich werden und verrühre dann alles gründlich.

Dekoration

Die Deko für den Kuchen sammelst du am Rastplatz oder unterwegs im Gelände. Blätter von Walderdbeeren zum Beispiel sehen hübsch aus und sind essbar. Spül sie aber vorher mit sauberem Wasser ab. In der Beerensaison findest du jede Menge schöne Dekoration.

Das Rezept stammt ursprünglich aus den Rezepten von Kinuskikissa . Über die Jahre wurde es angepasst, und die Mengen sind so getestet, dass sie für den kleineren Trangia-Topf (1 Liter) passen. Bei Kinuskikissa findest du noch weitere leckere Kuchenrezepte, die du für unterwegs abwandeln kannst.

Kuchen backen im Outdoor-Ofen

Als Kocher reicht ein ganz normaler Gaskocher. Auf dem Bild sind eine stabile Kocherbox und ein Mehrstoffkocher im Einsatz. Wichtig ist, dass sich die Flamme ziemlich klein regeln lässt.

ACHTUNG: Wenn du einen Aluminiumtopf auf voller Leistung erhitzt, kann ein Loch hineinbrennen – dann ist der Topf hinüber!

Leg etwas Nicht-Brennbares auf den Boden des größeren Topfs, damit der innere Topf keinen Kontakt zum Boden des äußeren hat. Dafür eignen sich glatte Steine (die zerkratzen den Topf nicht) oder auch Kugeln aus Alufolie. Mit drei Auflagepunkten steht der Topf stabiler.

Damit der Ofen gleichmäßig heizt, muss der innere Topf “schweben” – heiße Luft zirkuliert also darunter, darüber und an den Seiten. Ein dichter Deckel hält die Wärme drinnen, und der Kuchen ist schneller fertig.

Als äußerer Topf eignet sich gut der abgebildete Trangia 125-2,5 Topf 2,5 L. Er ist auch praktisch für größere Suppenportionen oder für Wintertouren, bei denen du Schnee zu Wasser schmilzt.

Schneide schon zu Hause ein Stück Backpapier in der Größe des inneren Topfs zu und leg es auf den Topfboden. Die Ränder kannst du einfetten, meistens ist das aber nicht nötig.

Die Backzeit schwankt stark – je nach Kocherleistung, Topf, Wind, Außentemperatur usw. In der Regel ist der Kuchen nach etwa 1–1,5 Stunden durch. Mach die Stäbchenprobe mit einem Holzstäbchen: Bleibt kein Teig mehr daran kleben, ist der Kuchen fertig.

Ist der Kuchen durch, stürzt du ihn auf eine Servierunterlage. Lass ihn gut abkühlen – sonst schmilzt die Butter im Frosting, und das sieht nicht schön aus. Streich das Frosting auf den abgekühlten Kuchen. Du kannst ihn auch mit einem großen Messer halbieren und zusätzlich eine Schicht in die Mitte geben. Ist der Kuchen eher flach, kommt das Frosting besser nur obendrauf. Das Rezept ergibt reichlich Frosting.

Genieß den frisch gebackenen Kuchen und teil ihn mit deinen Freunden – Lob ist dir sicher. Dazu passt zum Beispiel ein Kaffee aus der Kuksa.

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