Mücken- und Insektenschutz — Mit diesen Tipps schützt du dich vor Mücken und Zecken!
In Finnland beginnt nach Mittsommer meist die Mückenzeit, und sie dauert rund einen Monat. In Lappland nennt man diese Phase „Räkkä“. Viele stellen sich Lappland im Sommer als Mückenhölle vor, in die man besser gar nicht erst reist.
Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf Mückenstiche. Bei den meisten fallen die Reaktionen im Frühsommer am stärksten aus. Im Laufe des Sommers baut der Körper eine gewisse Immunität auf, und die Stiche werden erträglicher. Manche Trekker lassen sich deshalb im Frühsommer bewusst ordentlich stechen, um ihre Abwehr zu stärken. Das ist allerdings eine ziemlich drastische Methode und nicht für jeden etwas.
Wir haben in diesem Beitrag praktische Tipps gesammelt, wie du auch in der Mückenzeit draußen unterwegs sein kannst – auf mehrtägigen Touren genauso wie auf Tageswanderungen. Alle Produkte gegen Insekten findest du übersichtlich hier.
Umgangssprachlich werden Stechmücken oft auch Gelsen, Schnaken oder Moskitos genannt. Biologisch gehören sie zu den Mücken (Nematocera), einer Unterordnung der Zweiflügler (Diptera), zu der unter anderem die Familie der Stechmücken zählt. Um Verwechslungen zu vermeiden, sprechen wir in diesem Beitrag einfach von Mücken.
Wähle Route und Lagerplatz mit Bedacht
Auf ihrem Höhepunkt kann die Räkkä-Zeit ein zäher Kampf gegen die Mücken sein. Das heißt aber nicht, dass man sich in Lappland gar nicht mehr nach draußen trauen kann. Wie im Süden Finnlands treten Mücken auch in Lappland sehr lokal auf.
In Finnland gibt es über 40 Mückenarten, und fast alle legen ihre Eier in stehendes Wasser. Waldmücken entfernen sich höchstens etwa zwei Kilometer von ihrem Schlupfort und leben rund zwei Monate. Feuchte Senken und dichtes Gebüsch meidest du also am besten.
Wind mögen Mücken ebenfalls nicht. Offenes Gelände ist deshalb eine gute Wahl. Auf Schären, an großen Seen und auf Fjellkuppen weht meist eine angenehme Brise – dort findest du die besten Lagerplätze und Wege. Selbst in Lappland gibt es Ecken, in denen praktisch keine Mücken unterwegs sind.
Im Camp brauchst du allerdings auch Wasser. Manchmal musst du also einen Kompromiss eingehen: Die Wasserstelle sollte nah genug sein, der Platz aber trotzdem Schutz vor Mücken bieten. Ein faltbarer Wasserkanister hilft dabei. Er ist leicht, braucht im Rucksack kaum Platz und fasst trotzdem genug, um auch von weiter her eine ordentliche Menge Wasser ins Lager zu tragen.
In Zeckengebieten solltest du hohes Gras möglichst meiden. Zeckenstiche können Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen. Gegen FSME gibt es eine Impfung, die du in Betracht ziehen solltest, wenn du viel in Risikogebieten unterwegs bist.
Trage körperbedeckende Kleidung
Der wichtigste Schutz ist bedeckende Kleidung. Langarmshirt, robuste Hose, Socken, feste Schuhe und eine Kopfbedeckung halten Mücken davon ab, zuzustechen.
Craghoppers NosiLife
Bei Craghoppers findest du NosiLife-Textilien mit Insektenschutzausrüstung. Craghoppers war die weltweit erste Marke mit dauerhaftem Insektenschutz im Gewebe. Die NosiLife-Ausrüstung sitzt in den Fasern selbst und wäscht sich nicht aus. Der Schutz hält ein Kleidungsleben lang, ist hautfreundlich und reduziert nachweislich rund 90 % der Insektenstiche und -bisse. Er wirkt gegen die meisten stechenden und beißenden Insekten.
Insekten können sich zwar kurz auf dem Stoff niederlassen, verschwinden aber sofort wieder. Der Wirkstoff ist synthetisch hergestelltes Permethrin.
Craghoppers verfolgt einen detaillierten Plan, um konkrete Umweltziele zu erreichen: weniger Wasserverbrauch, ein verantwortungsvoller Umgang mit Abfällen und Chemikalien, nachhaltige und recycelbare Verpackungen sowie Bluesign-Materialien, wo immer es möglich ist. Reklamierte Produkte werden entweder in Einzelteilen recycelt oder repariert und an Kinder mit Behinderung in Großbritannien gespendet.
In unserem Sortiment findest du außerdem zum Beispiel die Lakeside-Kollektion von Jack Wolfskin mit Mückenschutz. Das Prinzip: ein Gewebe, durch das Mücken nicht hindurchstechen können.
Nutze Moskitonetze
Wahrscheinlich hast du auch schon versucht, bei Mückensirren einzuschlafen, oder bist an den surrenden Plagegeistern vor deinem Gesicht verzweifelt. Dagegen helfen Moskitonetze – sowohl für deine Unterkunft als auch zum persönlichen Schutz.
Ein Moskito-Kopfnetz schützt Gesicht und Nacken zuverlässig. Am besten funktioniert es in Kombination mit einem Krempenhut: So hängt das Netz deutlich von der Haut ab, und die Mücken kommen nicht zum Stechen heran.
Ein größeres Moskitonetz schützt den ganzen Körper. Für Hängematten gibt es passende Netze, die meisten Zelte haben ohnehin ein Mückennetz, und aufhängbare Netze eignen sich gut für Pausen oder Nächte, in denen kein Regen droht.
Mückenschutzmittel für freie Hautstellen
Wenn Kleidung und Netz nicht alles abdecken, hilft ein Mückenschutzmittel auf der Haut. Es wirkt allerdings nicht dauerhaft, sondern meist nur einige Stunden. Schwitzen, Wind und Nässe schwächen die Wirkung zusätzlich.
Beim Paddeln bleiben zum Beispiel Hände und Gesicht oft ungeschützt. Hier ist ein Mückenspray eine gute Lösung.
Der heute gängigste Wirkstoff in Mückenschutzmitteln ist Ethylhexandiol bzw. N,N-Diethyl-m-toluamid, kurz DEET. Meist enthalten die Mittel rund 30 % Wirkstoff. Dazu kommen Stoffe, die die Lösung verdünnen (meist Alkohol), die Verteilung auf der Haut erleichtern, Verdunstung und Aufnahme in die Haut regulieren, für den Duft sorgen und bestimmen, wie sich das Mittel auf der Haut anfühlt. DEET ist lange erforscht, und klinische Studien haben gezeigt, dass es nicht sensibilisierend wirkt. Die Anwendungshinweise auf der Verpackung solltest du trotzdem immer beachten.
CARE PLUS
In unserem Sortiment findest du die Insektenschutzmittel von Care Plus. Die Mittel mit dem Wirkstoff DEET gibt es in drei verschiedenen Größen.
Care Plus DEET Spray Anti-Insect gibt es in Packungen mit 60, 100 und 200 ml. Das Mittel besteht zu etwa 40 % aus DEET und zu 60 % aus Ethanol und schützt rund 8 Stunden vor Mücken und rund 4 Stunden vor Zecken. Höchstens einmal täglich anwenden. Nicht für Kinder unter 13 Jahren geeignet.
Mücken mögen keinen Rauch
Schon seit Urzeiten vertreiben Menschen Mücken mit Rauch. Ein Lagerfeuer oder ein Hobo-Kocher wirkt als natürliches Abwehrmittel. Denk aber daran: Ein stark qualmendes Feuer bedeutet meist unvollständig verbrennendes Holz – und das ist nicht gut fürs Klima.
Wenn die Mückenstiche dich verrückt machen
Haben die Mücken doch schon zu oft zugestochen und der Juckreiz wird unerträglich, kannst du die gereizte Haut zum Beispiel mit einem kurzen Sprung ins kalte Wasser beruhigen. Und so schwer es fällt: Versuch, nicht zu kratzen.
Auch kaltes Wasser hilft nur eine Weile. Bei starken Beschwerden lohnt sich ein Besuch in der Apotheke. Viele rezeptfreie Allergiemittel helfen auch bei Mückenstichen, außerdem gibt es juckreizlindernde Cremes und Gels.
Wir hoffen, dass dir diese Tipps auf deinen nächsten Touren und Wanderungen weiterhelfen. Mücken sind übrigens ein wichtiger Teil der Natur, ohne den es nicht geht. Wegen ihnen musst du nicht auf eine Lapplandtour verzichten – es geht darum, mit der Natur zu leben, nicht gegen sie.
Alle Produkte, die beim Insektenschutz helfen, haben wir in einer Kampagne zusammengestellt.
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